FRIEDERIKE PÖHLMANN-GRIESSINGER M.A.

REGIE - SCHAUSPIEL - AUTORIN

Über mich

Ich bin mit großer Begeisterung hinter, vor und auf der Bühne aktiv. Aber ohne mein Team wäre ich heute nicht da, wo ich bin. Ich liebe es, mit Gleichgesinnten zusammenzuarbeiten und mit Ausdauer und Kompetenz Ziele zu verwirklichen.

Meine Geschichte

Wir alle haben eine Leidenschaft für etwas. Das hier ist meine : Theaterregie, wie hier bei der Probe zu "Der Hut von Joseph Beuys". Seit Jahren studiere ich das Leben außergewöhnlicher Menschen und erarbeite dann ein - meist musikalisches - Biografietheater über diejenige / denjenigen.  

So entstand unter anderen auch "Paula Ludwig - Freundschaften und Wege", ein Projekt, in dem ich selber mit viel Freude auf der Bühne ...

oder im Kurzfilm "Der Pfad" als Ina Wagner vor der Kamera stehe.       Link zum showreel bitte kopieren: https://www.youtube.com/watch?v=Hj0TkS7KJyk 

Regie 

Schauspiel 

Werke

Im Jahr 2021 wäre Joseph Beuys 100 Jahr alt geworden, wäre er nicht 1986 gestorben. Anlass genug an den Monumental- und Fluxuskünstler, den Kunstlehrer, den Aktivisten, den Scharlatan, den frühen Grünen mit seinen demokratischen Ansichten zu erinnern und auf mein Theaterstück über Joseph Beuys, auf „Der Hut von Joseph Beuys“ aufmerksam zu machen.
Im Sommer 2008 lernte ich bei der Betreuung einer Theaterproduktion für das Sommertheater Fürth den Schauspieler Roland Eugen Beiküfner kennen. Auf Initiative des Geschäftsmannes Udo Martin standen wir vor der Aufgabe ein Theaterstück über den Künstler Joseph Beuys zu konzipieren. Dies stellte eine grosse Herausforderung für mich dar, der ich mich aber sehr gerne widmete, war in dieser Aufgabe die Verknüpfung meiner beiden Studiengänge, der Theaterwissenschaft und der Kunstgeschichte gefragt. 

Das Konstrukt, den Hut von Joseph Beuys fiktiv sprechen zu lassen, war schnell entworfen. Aber, wie sollte das theatralisch wirksam sein. Es musste noch eine Gegenfigur gefunden werden, die die Erzählungen und Geschichten des Hutes ergänzt beziehungsweise ihnen widerspricht und auf jeden Fall erweitert. Da kam mir die Idee, dass nur ein ehemaliger Schüler von Joseph Beuys dies übernehmen kann. Aber der Zeitbezug, wie können wir diesen theatralisch wirksam in Szene setzen. Da kam ich zu dem Schluss, dass dieser ehemalige Kunststudent das Kunststudium nach ein paar Semestern abgebrochen haben könnte und Geschichtslehrer wurde, der somit das nötige Wissen hat, um die Erzählungen des Hutes in einen geschichtlichen Zusammenhang zu stellen. Anhand von intensiven Recherchen in Biografien, an Wirkungsstädten, in Beschreibungen seiner Kunstwerke und meiner eigenen Erinnerung an ein zufälliges Treffen mit Joseph Beuys in München, während der Installation „Zeige deine Wunden“ in der Fussgängerunterführung Altstadtring/Maximilianstrasse, wurde der Text schnell entworfen. Der Hut erzählt immer sehr persönlich von seinem Beuys und der ehemalige Schüler, mit dem fiktiven Namen Roland Ebenhart, ergänzt das Wissen und die Erinnerungen des Hutes mit selber erlebten Anekdoten, seinem Wissen, das er sich über seinen ehemaligen Lehrer angeeignet oder als Historiker hat. Entstanden ist so ein Kunst-Report als fiktives Zwiegespräch zwischen einem sprechenden Hut und einem ehemaligen Beuys Schüler. Beide Rollen werden auf der Bühne von Roland Eugen Beiküfner übernommen. Die einleitende Geschichte des Theaterstückes, die Verwechslung des Hutes, ist dem Schauspieler Roland Eugen Beiküfner wirklich in einem Museum passiert. So hatten wir mit dieser Geschichte den Prolog und mit der Fiktion des Zwiegespräch den Kern des Theatertextes. Bei der Umsetzung des Textes auf die Bühne werden diese beiden Teile, wenn das technisch möglich ist, durch Lichtregie voneinander getrennt. Der Prolog spielt in einem Museum und in einem Auto, der Hauptpart im Wohnzimmer des Lehrers. 


Auf amüsante Art erfährt der Zuschauer viel von Joseph Beuys, seinem Leben, seiner provokanten Kunst und wird mit seinen revolutionären Ideen zu Politik und Gesellschaft konfrontiert. Der Kunst-Report „Der Hut von Joseph Beuys“ war seit der Premiere am 5. Dezember 2008 inzwischen 57 mal in Deutschland, der Schweiz und in Österreich zu sehen und wurde von Presse und allen Zuschauern, egal ob mit oder ohne kunsthistorischem Wissen, sehr gelobt und wird auch weiterhin auf unserem Gastspielplan bleiben. Für Interessierte ist eine Vorstellung sowohl privat als auch öffentlich buchbar unter [email protected].